2016 – Segel setzen

Schon wieder ist ein Jahr vergangen. Die Festtage sind vorüber, der Jahreswechsel vollzogen und der Wahnsinn beginnt wieder von vorne. Viele Projekte und Ideen stehen in den Startlöchern und viele Menschen arbeiten eisern an ihren guten Neujahrsvorsätzen. 2016 wird alles besser, jeder schlanker, gesünder und glücklicher oder nicht?

Gute Vorsätze oder so ähnlich

Mal zugegeben – um sein Leben zu verändern, braucht man nicht unbedingt eine berauschende Silvesternacht, kein Feuerwerk und keine neue Jahreszahl. Viele Menschen stehen diesen „guten“ Vorsätzen schon kritisch gegenüber, da sich diese schnell in ein Trauerspiel verwandeln können und der innere Schweinehund scheinbar unbesiegbar ist. Wieder einmal. Das Ergebnis ist Frustration und fehlende Motivation und das war’s dann auch mit den Vorsätzen.

Jedoch sehe ich das Jahresende als ideale Möglichkeit, das Vergangene zu reflektieren, neue Pläne zu schmieden und neue Ziele zu definieren. Meist ist der Kopf nach ein paar Tagen zu Hause etwas freier und man fühlt sich plötzlich in der richtigen „Stimmung“, um endlich einmal den Schreibtisch aufzuräumen, lange aufgeschobene Aufgaben zu erledigen oder die gemeinsame Urlaubsplanung für das nächste Jahr bei einem Gläschen Sekt voranzutreiben. Ist man schließlich mal im „Flow“ würde man am liebsten die Welt retten und fühlt sich einfach wunderbar. Die richtige Vorgehensweise ist allerdings entscheidend. Warum sollte man sich diese Euphorie also nicht zum Nutzen machen und sich ein bisschen Zeit nehmen,  um sich ein paar Fragen zu stellen?

Rückspiegel

Beim Autofahren sehen wir doch auch alle in den Rückspiegel oder nicht? Da entgeht es einem kaum, wenn der Hintermann zu wenig Abstand einhält und ungeduldig die Lichthupe betätigt oder ein Radfahrer flink an einem im Stau vorbeizieht. Diese Momente sind entscheidend für die nächsten Handlungen und von Emotionen (beim Autofahren leider nicht selten negativ) geprägt. Daher sollte man sich das vergangene Jahr mit all seinen Facetten noch einmal vor Augen halten.

  • Was habe ich im letzten Jahr beruflich, ausbildungstechnisch, privat erreicht? Wie habe ich mich dabei gefühlt?
  • An welchen Aufgaben bin ich gewachsen?
  • Welche Momente haben mich das vergangene Jahr entscheidend  geprägt?
  • Welche Ziele habe ich nicht erreicht? Warum?
  • Welche Enttäuschungen und Niederlagen musste ich hinnehmen?
  • Was habe ich daraus gelernt?
  • Welche Momente und Personen haben eine wichtige Rolle gespielt?

Ausblick und Bergblick

Ist die Ausgangssituation soweit klar, wird es an der Zeit die Segel zu setzen. Wie wär’s mit Zielen, die einfach glücklicher machen? Mehr Zeit für mich, mit dem/der Partner(in), mit der Familie oder für Hobbies?

  • Was sind meine Pläne?
  • Was kann ich aus dem Vergangenen ableiten und lernen?
  • Welche Dinge kann ich möglicherweise besser, einfacher oder mit mehr Spaß umsetzen?
  • Welche Prioritäten habe ich?
  • Gibt es vielleicht ersichtliche (Berg-)Spitzen am Horizont, die nur mit ausreichender Vorbereitung zu meistern und zu erklimmen sind?

Wichtig ist, sich realistische Ziele zu setzen und auch Meilensteine zu definieren. Wie Leuchttürme weisen sie dir den Weg. Viele Projekte lassen sich nicht von heute auf morgen umsetzen – so gerne man das auch möchte. Sei also nicht so streng mit dir selbst in Bezug auf die Zielsetzung. Etappen helfen dabei Erfolgserlebnisse zu erzielen, die der wichtigste Nährboden für Motivation und nachhaltige Veränderungen sind.

Let’s do it

Sind die Ziele und Zwischenetappen klar, geht es nun an die Umsetzung. Struktur und Organisation sowie die Rangfolge der Prioritäten ist entscheidend.

  •  Fixe Zeiten im Kalender. (zb für Sport) – diese führen zu mehr Verbindlichkeit und man ist dadurch disziplinierter.
  • Routine. hilft bei der Umsetzung, auch wenn manchmal eiserne Disziplin gefragt ist – das heißt auch nach einem anstrengenden Tag noch zum Training ins Fitnessstudio.
  • Anreize. Während den Sit-Ups denke ich zb an das Gefühl danach. Frisch aus der Dusche und entspannt hat man sich den Abend bei der Lieblingsserie auf der Couch und ein leckeres Abendessen mehr als verdient.
  • Gemeinsam statt einsam. Oft führen gemeinsame Ziele zum Erfolg, da man sich dabei immer wieder gegenseitig motivieren kann.
  • Vorfreude steigern. Gemeinsame Tanzstunden stehen ebenfalls bei mir im Kalender – diese wiederum steigern die Vorfreude.
  • Freie Tage und Belohnungen. sind natürlich auch wichtig, diese wirken wahre Wunder bei Motivationstiefs.

Challenge excepted

Auch ich habe mir Gedanken über Ziele und neue Herausforderungen gemacht und obwohl ich ein Mensch bin, der meistens regelmäßig Sport treibt, sich  überwiegend gesund ernährt, nicht raucht und auf keinen Fall unglücklich ist, gibt es doch Momente und Lebenslagen, wo ich gerne noch ein bisschen glücklicher, aktiver oder entspannter wäre. Aus diesem Grund möchte ich auch den Selbstversuch wagen und meine Fortschritte im Blog berichten:

  • Mehr Zeit für Dinge, die mich glücklich machen und mehr Zeit für mich (die nicht mit Haushalt, Erledigungen und Alltagsverpflichtungen in Verbindung stehen) z.b. neue Rezepte ausprobieren, DIY-Ideen, Magazine und Bücher lesen, Sport treiben, bloggen…
  • Smartphone-freie Zeiten (es fällt mir oft richtig schwer einmal nicht erreichbar zu sein oder das Smartphone weniger Beachtung zu schenken – außer im Urlaub da klappt das ganz gut) das soll sich ändern!
  • höhere Aufmerksamkeit für unsere Umwelt  – die zahlreiche Plastikverpackung beim Einkaufen bringt mich jedes Mal wieder auf die Palme! Das muss doch auch anders gehen…

So auf was warten wir noch – 2016 kann kommen!

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