weniger Stress

Zeit Management oder auch unser größter Endgegner

Wir brauchen mehr Zeit zum Glücklich sein

Tick Tack Tick Tack Tick Tack. Die Zeit ist unser wichtigster Lebensbegleiter und manchmal unser größter Endgegner. Sie führt uns durchs Leben, gibt den Rhythmus vor, bestimmt Tag und Nacht und heilt Wunden. Sie ist aber prinzipiell immer zu wenig, vergeht in manchen Situationen ätzend langsam oder oft viel zu schnell und sie hat für uns alle ein Ablaufdatum.

Das Thema Zeit Management beschäftigt mich, wie vermutlich viele von euch auch, ständig. Oft frage ich mich wie ich um Himmelswillen alle meine Lebensbereiche in 24 Stunden packen soll. Wie ich mir am besten meine Zeit einteile, ohne dass meine Liebsten, meine Hobbies oder meine Träume auf der Strecke bleiben oder ich meine so dringend benötigten Schlaf opfern muss. Wie ich meine ganzen Lebenspläne vereinen und trotzdem dabei noch meine Spontanität beibehalten soll.

Manchmal habe ich dann wieder genug davon, meiner Zeit in einem gewaltigen Tempo hinterherzujagen. Denn ich weiß ja eigentlich schon, dass sie mich längst abgehängt hat und ich ihr, egal wie sehr ich mich bemühe, nicht nachkomme. In diesen Momenten versuche ich dann das einzig Richtige zu tun – Nichts. Keine Pläne, keine Termine, keine Treffen, keine To-Do Listen, keine Erledigungen. Einfach der süße Hauch von Nichts. Doch genau das ist auch meine größte Herausforderung. Schon der Gedanke an einen freien, nicht zugepflasterten Nachmittag löst in mir so große Euphorie aus, dass mir schon wieder 100 Dinge einfallen, die ich doch endlich machen könnte. Und ich weiß im Vorhinein bereits, dass nicht für alle meine Ideen und Vorhaben Zeit sein wird. Wo wir dann schon wieder bei einer Prioritätenliste wären. Von Langeweile keine Spur, das sind Luxusprobleme – ich weiß, aber manchmal leider sehr unbefriedigend.

Besseres Zeit Management und weniger Stress

Wie gelingt also die Balance zwischen Arbeit und Freizeit, Ruhe und Aktivität, Spaß und dem notwendigen Ernst des Lebens? Kann man sein Zeit Management mit einigen einfachen Methoden noch verbessern? Oh ja ganz bestimmt. Ich habe euch ein paar Ideen gesammelt, die ich auch mir die nächsten Wochen mehr zu Herzen nehmen werde und euch vielleicht ein bisschen Inspiration für eine entspannte Wochenplanung geben.

1.) Mehr Flexibilität und weniger vollgestopfte Terminkalender

Ja ich weiß – oft ausgesprochen schwierig, aber ein bisschen mehr Spielraum in der Zeitplanung verschafft euch auch mehr Raum für Spontanität. Sie ist oft der Schlüssel zu spannenden und schönen neuen Begegnungen, verrückten Ideen oder Unternehmungen. Daher mein Tipp: plant so wenig Termine wie möglich ein und haltet euch Lücken im Terminkalender frei.

Auch ich habe durch spontane Entscheidungen schon tolle Menschen kennengelernt – zum Beispiel Jana, die mir eine Stadtführung in Nürnberg gegeben hat und mit der ich anschließend noch 3 Stunden bei Kaffee und Apfelstrudel über Gott und die Welt gequatscht habe. Dieser Städtetrip war eigentlich nie geplant, aber ich habe mich auf dem Heimweg eines Kurztrips dazu hinreißen lassen, mir die Stadt anzusehen. Ein wunderbarer Tag und eine wunderbare Begegnung – danke Jana!

2.) Mehr Zeit für mich

Zeit mit unseren Lieblingsmenschen zu verbringen ist sehr schön und unendlich wertvoll. Jedoch brauchen wir auch immer wieder nur Zeit für uns. Ein Date mit uns selbst sozusagen. Ich habe gerne Zeit nur für mich, in der ich meinen Hobbies nachgehen, bloggen oder einfach einmal gemütlich auf der Couch liegen und lesen kann. Plant doch dafür fix 2-3 Stunden pro Woche ein, die ihr alleine mit schönen Dingen verbringt (nein – keine Erledigungen, kein Haushalt oder sonstige To-Do Listen). Leider bleibt die Zeit für uns selbst oft auf der Strecke und wir stellen diese hinten an, obwohl die „Me-Time“ eigentlich so wichtig für uns ist. Bei diesem sehr schönen „Termin“ lohnt es sich, die Zeit fix im Terminkalender einzutragen. Dieser Slot hält uns dadurch bewusst ein paar Stunden als Lücke für spontane Launen frei und schafft so ein positives Erlebnis auf das wir uns freuen können.

3.) Wir müssen nicht immer produktiv sein

Der Glaube liegt wohl in unserer Gesellschaft verankert, dass jene nicht produktiv genutzte Minute vergeudete Zeit ist. Dass wir etwas verpassen könnten, wenn wir nicht jede Sportart ausprobieren, nicht jedes Event besuchen, nicht jedes Land bereisen. Klar, als Stubenhocker zu Hause zu versauern macht die meisten von uns auf keinen Fall glücklich, aber ab und zu können wir uns ruhig erlauben, einen Gang zurückzuschalten. Es ist OK, dass das Wochenende mal nicht vor außergewöhnlichen Erlebnissen und Abenteuern strotzt und wir es stattdessen einfach gemütlich zu Hause verbringen, wenn uns gerade danach ist. Wir können auch einmal ruhig die Gedanken schweifen lassen, scheinbar sinnlos Zeit vergeuden, mit Dingen, die uns guttun und Spaß machen und Nichtstun. Ohne zwangsmäßig immer produktiv sein zu müssen. Denn auch diese Momente brauchen wir, um neue kreative Ideen zu sammeln, vielleicht auch neue Motivation für Neues schöpfen oder einfach einmal ein bisschen entspannen zu können. Also habt Mut zum Nichtstun – eure Kreativität wird es euch danken.

4.) Auch nein sagen ist erlaubt

Ein Wort mit 4 Buchstaben, das uns manchmal trotzdem so schwer über die Lippen kommt. Am liebsten hätten wir alle gerne Zeit für alles und jeden und wollen am besten bei jedem „Hundsdaschlogn“ (wie man so schön in Österreich sagt) dabei sein. Aber das Leben ist ja leider kein Ponyhof und unsere Zeit oft knapp. Wir selbst wissen am besten wo unsere Grenzen liegen und was uns und den anderen um uns herum guttut. Daher gehört es zum Leben, dass man zu Dingen hin und wieder auch nein sagt, wenn die Zeit dafür nicht vorhanden ist und es andere Prioritäten gibt oder wir uns einfach nicht danach fühlen. Schlechtes Gewissen sollte hier dann trotzdem nicht aufkommen. Die uns gut kennen, werden es auch verstehen und schließlich geht es uns doch allen immer wieder einmal so.

5.) Den eigenen Rhythmus finden und positiv für die Terminplanung nutzen

Manche von uns haben schon das Glück, die Zeitplanung auf Grund von flexiblen Arbeitszeitmodellen und Gleitzeit beliebig zu gestalten. Macht doch auch Gebrauch davon, wenn die Möglichkeit besteht. Unsere inneren Uhren ticken (Gott sei Dank) nicht alle gleich. Es gibt Langschläfer und Frühaufsteher unter uns, es gibt Morgenmenschen und Nachteulen. Es gibt jene, die lieber schon ganz bald am Morgen Sport machen, oder die, die erst am Abend in die Gänge kommen. Wenn ihr euren eigenen Rhythmus kennt, könnt ihr diesen sehr positiv für eure Wochenplanung nutzen. Lest hier auch einen sehr guten Artikel von Markus Cerenak zum Thema „Vergiss 9 to 5“.

 

Ich hoffe, dass ihr für euch persönlich Dinge aus meinem Beitrag zum Thema Zeit Management mitnehmen könnt und auch mehr Zeit zum Glücklich sein habt. Denn darum geht es doch wirklich im Leben.

Eure

Lisa

 

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