Meine Challenge – Vitaclub Süd Kursprogramm Teil I

Training im Fitnessstudio ist langweilig? Bestimmt nicht!

In meinem letzten Beitrag ging es darum, was Sport für mich mit Glück zu tun hat. Wie schon beschrieben, gehört dieser für mich als fester Bestandteil in mein Leben und gibt mir immer wieder Kraft und Motivation. Zu meinem regelmäßigen Training zählen vor allem meine Work-Outs im Vitaclub und dies nun schon seit einigen Jahren. Ich hatte schon viele viele Trainingspläne, immer wieder neue Übungen und mir geht’s immer noch so, dass ich mich nach einem neuen Trainingsplan bei speziellen Bewegungen so fühle, als hätte ich noch nie im Leben Sport gemacht (also ja auch nach 9 Jahren hat sich das nicht geändert ;-)). Mir ist eine gewisse Routine wichtig, aber nach so langer Zeit im Fitnessstudio lechze auch ich immer wieder nach neuen Herausforderungen und nach Abwechslung.

Glücklicherweise bietet der Vitaclub ja auch noch sämtliche Vitaclub Kurse an und ich habe in den vergangenen Jahren auch immer mal wieder den einen oder anderen besucht. Manchmal habe ich auch einfach nur ein bisschen zugeschaut und war aber zu feige, wirklich daran teilzunehmen, da die akrobatischen Übungen fast ein bisschen angsteinflößend auf mich wirkten. Auch gibt es viele Vitaclub Kurse, wo ich mir auf Grund der Beschreibung einfach rein Garnichts vorstellen konnte und ich diese schon deswegen nicht besuchte. Das hat mich schließlich auf die Idee zu diesem Blogartikel gebracht. Einmal den Großteil der Vitaclub Kurse ausprobieren. Meine Erfahrungen dazu niederschreiben und mit euch zu teilen. Challenge accepted.

Fitnessstudio

Vitaclub Kurse – Challenge accepted

InShape

Nachdem mich vor 2 Jahren eine Arbeitskollegin überredet hat, sie einmal zu begleiten (danke dafür!!), hat sich InShape zu meinem absoluten Lieblingskurs entwickelt. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass die Vitaclub Kurse natürlich von den Kurstrainern abhängig sind und auch dieselben Kurse sehr stark variieren können. Der Montagskurs bei Michael ist aus meiner Sicht einfach top und auch für Einsteiger ideal. Sein Mix aus einfachen Bewegungsabläufen am Stepper (keine Sorge – keine komplizierten Choreos) in Kombination mit allen Variationen von Ausfallschritten, Kniebeugen und anderen Übungen für Bauch, Arme oder Beine wird der gesamte Körper trainiert. Dabei wird nicht nur mit Körpergewicht, sondern oft auch mit Kurzhanteln, Scheiben, Stange oder Cubes gearbeitet. Das Gewicht und die Intensität der Übungen kann man oft selbst wählen und machen den Einstieg einfacher. Da man ständig in Bewegung bleibt, kommt man in dieser Stunde immer richtig ins Schwitzen, aber mit großem Funfaktor. Die passende Musik, meist mit den neusten Songs und tollen Dance Remixes, sorgt für gute Laune und Motivation. Nach 2-3 Kursbesuchen kennt man den genauen Ablauf und die Übungen – leider bleibt der Muskelkater meist trotzdem nicht aus ;-). Ein super Kurs mit super Trainer, der hauptsächlich von Frauen besucht wird – ist aber für jeden geeignet und macht wirklich viel Spaß – vor allem auch mit tollen Trainingspartnerinnen.

Deep Work

Was mit einfachen Yoga Übungen und sanften Atemübungen startet, steigert sich in eine doch recht anstrengende Trainingssession. Ein bunter Mix aus Koordinationsübungen in Kombination mit Push-Ups, Kniebeugen und unterschiedlichen Bewegungsabläufen regt auf jeden Fall Körper und Geist an. Dabei wird trotz allem immer wieder bewusst auf die Atmung geachtet und der Körper kommt bei diesem Kurs durch die Übungen in einen gewissen Flow. Auch als Anfänger darf man sich ruhig in diesen Kurs trauen, denn man kommt recht schnell und einfach mit. Ich hab’ mich danach zwar ausgepowert, aber trotzdem sehr leicht und beschwingt gefühlt und werde diesen auf jeden Fall wieder besuchen.

Body Art

Dieser Kurs ist Deep Work sehr ähnlich und geht vom Trainingsablauf in dieselbe Richtung. Auch hier findet man Elemente aus Yoga und legt großen Wert auf die Atmung. Ich muss sagen, dass ich nicht damit gerechnet habe, dass dieser Kurs dann doch so intensiv wird. Gleich wie bei Deep Work geht es hier um spezielle Trainingsabläufe bei dem die Bewegung auf den Atem abgestimmt ist. Allerdings ist es mir als Kursneuling auch hier relativ leichtgefallen, nicht komplett aus der Reihe zu tanzen. Prinzipiell sollte einem das ja egal sein, aber ich weiß wie das ist, alleine, überfordert, ungraziös und ohne Plan neben allen anderen Top-Performern herumzuhampeln (siehe dazu den nächsten Kurs). Nun aber zurück zu Body Art. Dies war hier zum Glück wirklich nicht der Fall. Was mir besonders gut an diesem Kurs gefällt, ist dass die Bewegungsabläufe einen wirklich in Einklang mit sich selbst bringen und die Gedanken ruhig werden. Es bleibt keine Zeit neben Bewegung und Atmung auch noch auf seine Gedanken zu achten. Daher konnte ich hier besonders gut abschalten. Ein toller Kurs und vor allem hat es auch mit Christian Gasch sehr viel Spaß gemacht.

Step Party

Schon oft hat mich diese Kursstunde fasziniert und immer wieder habe ich die tänzelnden Damen auf ihrem Step mit größtem Respekt beobachtet. Als ich mich dann doch irgendwann trotz mangelnder Erfahrung mit Step Aerobic selbst in den Kurs getraut habe, hatte ich es mit vielen erprobten Stephasen zu tun und wurde sofort als blutiger Anfänger identifiziert. Schön, das konnte ja heiter werden. Die Kursleiterin Andrea hat mich sehr nett begrüßt, aber mir gleich mitgeteilt, dass die Stunde als Anfänger bestimmt sehr schwierig werden wird. Dies hat auch mein letztes Fünkchen Optimismus zerstört und mir war klar – diese Stunde wird eine echte Herausforderung. Trotz guter Musik fühlte ich mich wie der erste Mensch auf dem Step und meine Bewegungen sahen alles andere als grazil und sportlich aus. Ich kam den komplizierten Schrittfolgen überhaupt nicht nach und stand meist ziemlich frustriert vor meinem Step herum (wenn ich nicht gerade über meine eigenen Füße oder über den Step gestolpert bin). Wer mich kennt, weiß, dass Aufgeben so ganz und gar nicht mein Ding ist, aber nach 30 Minuten musste ich dann schließlich doch passen. Peinlich berührt habe ich mich dann leise aus dem Kurssaal geschlichen. Ein klassisches „Ich war dabei“ würde ich sagen. Erst später habe ich bemerkt, dass der Kurs am Kursplan mit einem Stern gekennzeichnet war und dieser somit explizit für Fortgeschrittene ausgeschrieben ist. Schade irgendwie, dass es keinen Anfängerkurs gibt und nur dieser angeboten wird, denn hier haben es Kursneulinge echt schwer, einzusteigen. Bei diesem Kurs steht auf jeden Fall die tänzerische Fähigkeit der Choreografien im Vordergrund und nicht unbedingt die Fitness. Ohne Steperfahrung oder ausgeprägtem Talent dafür würde ich den Kurs somit leider nicht weiterempfehlen.

Six Pack

Dieser Kurs hat es wirklich in sich und verdient seinen Namen. In den knapp 25 Minuten (davon ca. 5 Minuten dehnen und Cool Down) geht es richtig zur Sache und man trainiert ausgiebig alle vorhandenen Bauchmuskeln (auch die, von denen man bis zu diesem Zeitpunkt nicht wusste, dass man sie hat ;-)). Crunches, Sit-Ups, Unterarmstütz, Seitstütz und ganz viele andere schweißtreibende Übungen stehen am Programm und beim ersten Mal kann es schon passieren, dass man sich denkt – nie wieder! Auch wenn der Kurs für alle und auch für Trainingsneulinge gedacht ist, kann es nicht schaden 2-3 Trainingstage vor Kursantritt für den Bauch einzuplanen, um nicht ganz so zu leiden. Das Positive ist, es sind effektiv „nur“ 20 Minuten und daher sind diese trotz intensivem Training auch immer recht schnell überstanden. Auch motivieren die Trainer mit all ihren Mitteln und mit einer gewissen Regelmäßigkeit merkt man auch richtig schnell Trainingsfortschritte. Also einfach Augen zu und durch – der nächste Sommer kommt schließlich bestimmt.

Bestimmt kann ich sagen, dass das Ausprobieren der Vitaclub Kurse wirklich viel Spaß macht und mir viel Abwechslung in meinen Trainingsalltag beschert. Natürlich bieten auch die anderen Clubs ein Kursprogramm an, also wer sich dafür interessiert sollte mal einen Blick auf das Vitaclub Kursprogramm werfen (oder kann auch die App dazu benutzen).

Eure

Lisa

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