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Persönliches

Aus dem Leben eines Glücksmädls – Life Update

Aus dem Nähkästchen plaudern

Es wird mal wieder Zeit für ein kleines, aber wirklich persönliches Life Update auf meinem Blog und ich möchte in diesem Beitrag auch ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern. Obwohl Glücksmädl sehr persönlich ist und ich gerne Dinge mit euch teile, wird am Blog nicht alles aus meinem Leben erzählt, breitgetreten und in die Welt hinausgetragen. Manche Themen finden hier beabsichtigt einfach keinen Platz und mit machen Inhalten würde ich euch bestimmt nur furchtbar langweilen. Nein, alles am Blog sollte schon seine glückliche Daseinsberechtigung haben. In diesem Beitrag möchte ich euch aber zur Abwechslung ein bisschen mehr in meine ganz persönliche Glücksmädl-Welt mitnehmen.

Die einen oder anderen haben sich vielleicht gefragt – was treibt das Glücksmädl denn eigentlich so? Also wenn sie nicht gerade Sport macht, irgendwo in der Natur und am Berg herum hirscht, sich die Sonne auf den Bauch scheinen lässt, irgendwo Kaffee trinken ist, das Glück sucht oder am Blog schreibt. Hat die denn nix zum Arbeiten?

Hat die denn nix zum Arbeiten?

Ok, dafür muss ich wohl ein bisschen weiter ausholen. Ich darf auf vier sehr spannende Monate in meinem Leben zurückblicken und kann erst jetzt deren gesamten Inhalt so wirklich fassen. Vermutlich habe ich rückblickend auch am meisten gelernt.

Alles hat damit begonnen, dass ich meinen Job an den Nagel gehängt habe. Nein, nicht aus heiterem Himmel, aber so richtig geplant war das trotzdem nicht. Ich bin schon seit Jahren im Berufsleben, habe schon viel Leidenschaft in meine Arbeit gesteckt, tolle Erfahrungen gemacht und habe mich die letzten Jahre auch immer richtig aufgehoben gefühlt. Einige Ereignisse und Überlegungen später schlich sich jedoch so ein dumpfes Gefühl bei mir ein und ich konnte plötzlich nicht mehr sicher sagen, ob das denn überhaupt Sinn macht. Um präziser zu sein: ob das Sinn macht, was ich denn eigentlich täglich stundenlang mache. Ob es sich lohne, dafür jeden Tag aufzustehen – für mich oder für irgendjemanden? Ob ich denn eigentlich gut darin bin? Ob meine Zeit – nicht nur beruflich, sondern auch privat – zu mindestens Großteils richtig investiert ist? Und da war es schon, dieses große Wort SINN, dass mich die letzten Monate ziemlich beschäftigt hat.

Was bedeutet Sinn für mich? Ist mein Leben, meine Arbeit, mein Tun sinnvoll und was trage ich überhaupt auf dieser Welt bei? Zugegeben, das ist schon ziemlich philosophisch von mir. Zudem hat sich mein Leben in den letzten Jahren mehrmals in unterschiedliche Richtungen entwickelt und irgendwie wurde dieser aufgestaute Ballast aus den vergangenen Jahren immer mehr. Zu viele Erwartungen an mich selbst, viel zu viele offene Punkte auf meinen To-Do Lists und oft viel hausgemachter privater „Stress“. Versteht mich nicht falsch, ich war nicht unglücklich mit meinem Leben und weit weg von einer persönlichen Krise, aber dennoch an einem Punkt, an dem ich etwas ändern wollte. Ich wollte am liebsten einfach nur den Pause-Button drücken, kurz Innehalten und meine Gedanken ordnen.

Ich wollte raus aus diesem Hamsterrad und habe mir schließlich eine persönliche Auszeit genommen. Ohne zu wissen, wie es danach eigentlich weitergeht. Ich wusste, irgendwie geht es immer weiter und legte mein Schicksal in die Hand des Universums.

Die richtige Entscheidung?

Zugegeben, das klingt jetzt ein bisschen dramatischer als es eigentlich war. Aber so eine Situation gab es in meinem Leben noch nie. Es gab immer einen Plan, wenn nicht auch noch einen Plan B. In der Ausbildung, im Job – immer. Doch plötzlich stand ich da ohne Ziel und erstaunlicherweise tat es so verdammt gut in diesem Moment. Von vielen Seiten – vor allem älteren Generationen – habe ich gehört: „Mädl, man gibt doch nicht einfach seinen Job auf. Überleg‘ dir das gut und was willst du denn jetzt überhaupt machen?“ Dann gab es aber noch das zweite Lager – jene, die selbst schon mal eine Auszeit genossen haben und mir sagten: „Mach‘ das unbedingt, das wird der beste Sommer deines Lebens!“. Ich sage nur YOLO.

Ob diese Entscheidung im Nachhinein richtig war? Definitiv! Es gab wohl keinen besseren Augenblick in meinem bisherigen Leben dafür. Ob die Zeit immer nur super und einfach war? Definitiv nicht. Keinen Job zu haben, bringt auch viele unangenehme Themen mit sich und auch wenn ich keine Existenzängste haben musste, kann ich die Gefühlslage und Sorgen von arbeitslosen Menschen nun bestimmt besser nachvollziehen.

Was ich in meiner Auszeit gelernt habe

Dennoch gibt es an dieser Stelle einen wichtigen Punkt, den ich in meiner Auszeit gelernt habe. Manche Dinge sollte man tun, anstatt sie später irgendwann zu bereuen. Und egal ob man mitten im Hamsterrad steckt oder ein Lebenskünstler ist, es wird immer Momente geben, in denen alles super läuft und man sich ganz sicher ist . Später dafür wieder Tage und Momente der Zweifel. Beides gehört dazu, beides ist wichtig und beides ist gut. Das zu akzeptieren, macht für mich vieles einfacher.

Das Realisieren meiner neuen Situation kam allerdings erst Wochen später. Plötzlich hatte ich Zeit. Und ich meine so wirklich Zeit. So viele viele Stunden mehr Zeit, als ich gefühlt jemals hatte. Ok vielleicht das letzte Mal in den Sommerferien mit 12. Ich musste mich wirklich bemühen, mir mein Hamsterrad-Denken abzugewöhnen und das war gar nicht so einfach. Jahrelang antrainiert, war ich Routine gewohnt. Auch musste ich mich förmlich fast selbst bremsen, um mich nicht sofort wieder in meine To-Dos zu stürzen. Denn das war nicht Sinn der Sache. Einige haben mich auch gefragt, warum ich denn keine große Reise plane. „Weltreise, Back-Packingtour oder einmal quer durch Asien. Diese Zeit muss du doch sinnvoll nutzen!“, wurde mir gesagt. Da war es wieder – SINNVOLL. Würde die Auszeit denn nicht sinnvoll sein, wenn ich nicht die Welt bereise?

Ein weiterer Punkt, den ich hier gelernt habe. Erwartungen anderer sind eben Erwartungen anderer. Natürlich hätte ich die Welt bereisen können. Allerdings hätte mich das in diesem Moment noch mehr in Stress versetzt. Planungsvorbereitungen, Reiserouten und Co – das war nicht was ich wollte. Ich wollte diese Zeit anders nutzen und nicht verplanen. Zur Abwechslung einmal in den Tag hineinleben. Auch wenn das manche vielleicht nicht nachvollziehen können. Doch schließlich war es ja meine Auszeit – was sollte es mich daher kümmern, was andere von mir erwarteten?

Raus aus dem Hamsterrad – diesmal richtig

Zunehmend habe ich es mehr und mehr geschafft, mich aus meinen eigens angelegten Ketten zu befreien und überwiegend Dinge zu tun, die mir wirklich Spaß machten. Ich habe mich so viel bewegt wie schon lange nicht mehr. Ich konnte endlich ausreichend Zeit für alle meine Lieben aufbringen und hier mehr Zeit als sonst investieren. Ich konnte aber auch viel Zeit mit mir selbst verbringen. Was gar nicht so einfach war. So viele Stunden nur mit mir und meinen Gedanken zu sein, war ungewohnt für mich. Zum Vorschein kamen erst einmal viele Dinge, die beachtet werden wollten. Ängste und Sorgen, die ich vermutlich schon lange ignoriert hatte und immer wieder die Frage „Was willst du eigentlich mit deinem Leben anstellen?“.

Eine weitere wichtige Erkenntnis gab es dabei für mich. Es ist wichtig, dass man sich genügend Raum für die eigenen Gedanken und Gefühle lässt. Dass man sich im Klaren ist, was da so im Inneren vorgeht. Ich habe in diesem Zuge auch wieder angefangen, zu meditieren und merke, dass es mir mehr und mehr dabei hilft, meinen Blick auf mein Inneres zu richten.

To-Do Lists, Geld auf Bäumen und Co

Schnell ging es dann trotzdem den To-Do Lists an den Kragen. Ich hatte ja Zeit und jeden Tag am See zu verbringen (wenn man kann), wird auch irgendwann langweilig. Ich hatte schon viel gemacht, den schönsten Sommer – seit ich denken kann – in Österreich erlebt und meine Zeit für viele schöne Dinge genutzt. Irgendwann wurde es aber auch wieder Zeit für einen Job. Das Geld wächst (zu mindestens bei mir) nicht auf Bäumen und zugegeben, irgendwann fühlt es sich komisch an. Wenn alle im Hamsterrad sind nur man selbst nicht.

Die Frage was Sinn bringt hat sich damit noch verstärkt. Für viele ist ihr Beruf (oder schon fast Berufung) eine Lebensaufgabe. Ohne hier eine Wertung vorzunehmen, glaube ich, dass sich viele von uns über den Job definieren. Nicht nur über die Aufgabe selbst, sondern auch über das Netzwerk an Menschen oder über den Status. Hat man das nicht mehr, steht man recht schnell am Rande der Gesellschaft.

Sinn des Lebens finden

Und was nun den Sinn angeht – tja auch hier habe ich mittlerweile eine klare Meinung. Das Leben an sich macht immer Sinn. Was für einen jedoch Sinn bringt, ist ganz individuell. Ein Beruf ist nicht immer Berufung und ein Beruf, in dem ich vielleicht keine Menschen rette, sondern am Ende „nur“ Kunden glücklich mache, ist dennoch sinnvoll. Jeder Mensch braucht und hat seine Aufgabe sowie seinen Platz im Leben. Allerdings bin ich der Meinung, dass Sinn auch über den Beruf hinaus eine wichtige Rolle spielt. Menschen wollen sich gebraucht fühlen. Wollen Verantwortung tragen. Für sich und andere. Wollen Teil einer Gemeinschaft sein. Daher ist es egal, ob Menschen in ihrer Rolle im Job, in Beziehungen oder in der Familie aufgehen, sich für andere engagieren, tolle Hobbies haben oder Vereinen angehören. Alles kann Sinn bringend sein.

Aus diesem Grund ist für mich die berufliche Aufgabe wichtig und nicht nur in finanzieller Sicht ein wesentlicher Bestandteil. Ich weiß nach meiner Auszeit wieder was ich kann und was ich will und auch, dass abseits vom Job meine Hobbies wichtig sind und mir Sinn geben. Aber über allem stehen die Menschen in meinem Leben. Sie, die allem einem Sinn geben. Und ja auch das Hamsterrad macht für mich Sinn. Ich brauche gewisse Strukturen und Abläufe, ich will mich nur nicht überschlagen. Und schließlich sagt ja keiner, dass man im Hamsterrad nicht auch tolle Kunststücke machen kann, mal schneller und mal langsamer laufen oder eben auch mal stehen bleiben kann.

Eure

Lisa

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