browsing category: Selbstmanagement & Motivation

positive Gedanken
Selbstmanagement & MotivationStartseite

Positives Mindset – überwinde dein Steinzeit-Ich

Warum positive Gedanken fast nicht (mehr) lebensgefährlich sind

„Denke positiv! Achte auf deine Gedanken! Es wird alles gut!“ Hmm, sehe ich da etwa ein Augenrollen? Ich gebe es zu, diese Sätze klingen schon irgendwie abgedroschen. Allerdings haben sie trotzdem enorme Wichtigkeit. Nicht die Sätze an sich, aber der Grundgedanke dahinter. Ein positives Mindset zu haben, meine ich. Dem Leben mit einer positiven Einstellung und Grundstimmung zu begegnen und an das Gute zu glauben. Die Gedanken auf positive Aspekte des Lebens zu lenken. Das Helle im Leben zu sehen anstatt das Dunkel. Eine Eigenschaft die uns Österreichern mit unserer „Ned gschimpft is a gnuag globt“ Einstellung und unserem leichten, kaum spürbaren aber konstanten Mimimi („heit is so hoaß“, „heit is so koid“, „i bin so miad“) ja nicht so leichtfällt. Jawohl ich trau‘ mich das jetzt einfach mal zu behaupten (und nehme mich dabei selbst gar nicht aus).

Allerdings muss ich uns gleichzeitig auch ein bisschen in Schutz nehmen. Gerade gestern habe ich gelesen (in dem Buch Mindful Leader – Narbeshuber sehr zu empfehlen!) , dass wir Pessimismus und Skepsis zu verdanken haben, dass wir als Spezies überleben konnten. Grenzenlose Optimisten waren meistens einfach Beute der bösen Säbelzahntiger und Konsorten und positives Mindset lebensgefährlich. (Juhu wir Österreicher scheinen besonders überlebenswillig zu sein!!). Also irgendwie kein Wunder, dass unser Gehirn auf negative Gedanken programmiert ist und noch aus Urzeiten lieber vorsichtig skeptisch ist.

Positives Mindset und was ich und andere davon haben

Umso wichtiger sind aber unsere positiven Gedanken heute. Denn unsere Gedanken beeinflussen nicht nur uns selbst und unser Handeln, sondern weitergehend auch das Handeln anderer. Ein ständiger Kreislauf, der durch positive Reaktionen anderer wieder unser eigenes positives Mindset stärkt. Das mag vielleicht irgendwie banal erscheinen, aber wenn man mal genauer darüber nachdenkt, haben wir eigentlich ganz schön viel in der eigenen Hand. Denn der Spruch kommt nicht von ungefähr „Wie ich in den Wald rufe so kommt es zurück“.

Was ich damit sagen und verdeutlichen möchte, ist, dass unsere Gedanken und unsere Einstellung entscheidende Auswirkungen auf unser Handeln haben und wir damit auch andere Menschen positiv oder negativ beeinflussen können.

Wie wollen wir zum Beispiel andere (z.B. unsere Mitarbeiter oder Kollegen) motivieren, wenn wir selbst keine motivierenden Gedanken fassen können? Wie wollen wir andere davon überzeugen, dass etwas gut ist, wenn wir selbst nicht daran glauben? Eine für mich sehr wichtige Erkenntnis, dass die eigenen Gedanken zwar nicht ganz so einfach zu steuern sind, aber dies mit ein bisschen Übung auch nicht unmöglich ist.

Ein kleines Gedankenspiel: Ich bin gestresst, unmotiviert und eigentlich viel zu spät dran. Meine Gedanken drehen sich um Sorgen und Ängste, um den Stau und die unerledigten Aufgaben, um meinen leeren Magen ohne Frühstück und den doofen Zahnarzttermin, den ich noch vor mir habe. Meine angespannte Stimmung und meine negativen Gedanken bemerkt vielleicht auch die Dame am Empfang, die ich nicht freundlich grüße, sondern nur finster an ihr vorbei starre. Vielleicht auch der Kunde am Telefon, dessen Anliegen mir gerade ziemlich schnuppe ist und dieser sich nicht ernst genug genommen fühlt. Oder der Mitarbeiter, der mich um Hilfe bitten wollte und jetzt doch lieber versucht, alleine eine Lösung zu finden und dafür den ganzen Tag braucht. Vielleicht bemerkt es auch die Zahnarzthelferin, die mich lieber nicht nach meinem Tag fragt und sich über die unfreundlichen Patienten ärgert und der Zahnarzt, der meine eigene Unruhe durch seinen Zeitdruck nur verstärkt.

Vermutlich wird die Welt durch meine fehlenden positiven Gedanken nicht untergehen. Und dennoch bin ich davon überzeugt, dass die Reaktionen auf mein Verhalten, geprägt durch meine negativen Gedanken und meine Anspannung anders und vor allem weniger positiv zu mir zurückkommen. Wie würde dieser Beispiel-Tag aussehen, wenn das Beispiel-Glücksmädl positiv durch die Welt gegangen wäre?

Wie du dein positives Mindset stärken kannst

Nun natürlich die Gretchenfrage. Wie komme ich zu einem positiv(er)en Mindset?

  • Weniger Bewerten. Ihr kennt das bestimmt auch, meine Gedanken und vor allem die undressierten Affen in meinem Kopf haben zu allem und jedem immer sofort eine Meinung. Bewerten, schimpfen, in Schubladen stecken. Genau dieses Verhalten für einen Moment konkret abschalten und nicht zulassen.
  • Weniger Jammern. Freu‘ dich doch lieber über die schönen Plusgrade, über unsere wunderbaren Jahreszeiten und über das was du hast, anstatt darüber zu jammern, was du nicht hast. Lass‘ die anderen doch mal ohne dich meckern.
  • Weniger selbstkritisch sein. Meistens sind wir sowieso viel zu streng mit uns selbst. Da tut ein bisschen Selbstkritik-Detox doch ganz gut. Sage dir lieber warum du großartig bist. Mindestens einmal pro Tag.
  • Starte den Tag mit mindestens einem positiven Gedanken. Warum wird dieser Tag heute gut? Wofür lohnt es sich aufzustehen?

Eure Lisa

Weiterlesen
1 2
Page 1 of 2