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Selbstmanagement & Motivation

Random Act of Kindness – gute Taten machen glücklich

Random Act of Kindness

Als Glücksmädl geht es mir nicht nur um mein eigenes Glück. Oft frage ich mich, wie ich denn andere um mich herum glücklich machen kann. Sind es die großen Dinge im Leben oder doch die kleinen Gesten? Über was freuen sich Menschen, die überwiegend alles haben und wie kann ich zu ihrem Glück beitragen?

Dabei bin ich vor einiger Zeit über den Begriff Random Act Of Kindness (RAOK) gestoßen. Bedeutet so viel wie: unerwartete nette Gesten gegenüber anderen. Dabei handelt es sich um eine Bewegung aus Amerika, um mit Hilfe von kleinen Gesten und Nettigkeiten anderen (fremden) Menschen unerwartet und ohne irgendwelche Absichten eine kleine Freude zu bereiten. Es gibt sogar eine eigene Random Act Of Kindness Foundation.

Das Prinzip finde ich sehr schön, ist aber irgendwie nicht neu. Auch ich habe das schon immer gerne gemacht und versucht, anderen durch Worte und Gesten zu erfreuen. Als kleines Mädchen habe ich im Schaufenster einer Boutique Bilder und Botschaften für die Kundinnen hinterlassen und so für Schmunzeln gesorgt. Ich liebe es, ein paar nette Worte auf Post-Its für Kollegen zu schreiben und frage auf der Straße gerne Touristen, ob ich ihnen helfen kann. Die Sache ist somit nicht neu, aber die Bedeutung in unserer heutigen Zeit dafür umso größer.

Kleine Gesten und Nettigkeiten

Das Prinzip Random Act Of Kindness hat mich kürzlich wieder daran erinnert, wie wichtig diese kleinen guten Taten gegenüber unseren Mitmenschen sind und mich zu diesem Artikel bewegt. Denn oft gehen wir durchs Leben und nehmen die Welt um uns herum kaum mehr wahr.

Der gebannte Blick aufs Smartphone, die Ohrstöpsel in den Ohren, immer dieser Zeitdruck im Nacken. Dass die alte Dame vor uns beim Einkaufen oder die junge Mutter im Bus mit ihrem sperrigen Kinderwagen vielleicht Hilfe bräuchte, fällt uns gar nicht auf. Es handelt sich dabei nicht einmal um Absicht. Wir sind einfach zu sehr mit uns selbst beschäftigt. Ich ertappe mich auch immer wieder dabei und schäme mich dann für mein rücksichtsloses Verhalten. Natürlich helfe ich der alten Frau im Supermarkt gerne, wenn sie mich um meine Hilfe bittet, aber hätte ich nicht selbst auf diese Idee kommen können?

Es kommt meiner Meinung nicht auf die großen, sondern auf die kleinen Gesten und Taten an. Dabei gibt es so viele Möglichkeiten, Menschen eine kleine Freude zu machen. Oft reicht es schon aus, im Alltag aufmerksamer zu sein und zu helfen, wenn jemand unsere Hilfe benötigt.

10 Ideen für gute Taten im Alltag

Hier ein paar Beispiele für Ideen zu kleinen guten Taten, die man spontan und schnell umsetzten kann.

  • Beim Autofahren anderen Menschen bewusst den Vorrang überlassen und rücksichtsvoll fahren
  • Touristen auf der Straße Hilfe oder Wissen zur Stadt anbieten
  • Heimlich den Kaffee eines anderen im Kaffeehaus bezahlen
  • Deinen Lieblingsspruch auf Papier auf einer Parkbank hinterlassen
  • Eine nette Botschaft auf einem Post-It für Kollegen an deren Arbeitsplatz verstecken
  • Einem Freund einen netten Brief oder eine hübsche Postkarte schreiben
  • Jemanden in der vollgestopften Bahn den Sitzplatz anbieten
  • Dem Nachbarn eine Tafel Schokolade mit netter Notiz im Briefkasten hinterlassen
  • Personen aktiv Hilfe anbieten
  • Jemanden dein schönstes Lächeln schenken und ein ehrliches Kompliment machen

Glücksgefühle und die Kettenreaktion an Nettigkeiten

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass man auch selbst etwas von seinen kleinen guten Taten hat. Es macht echt Spaß, Gutes zu tun und einen selbst glücklich. Ein freudestrahlendes Lächeln, ein Danke oder nur das Gefühl, jemanden geholfen oder eine Freude bereitet zu haben, verschafft auch mir ein positives und schönes Kribbeln. Ich fühle mich dadurch verbundener mit den Menschen um mich herum und kann mich selbst auch mehr über kleine Gesten freuen. Das ist ein wirklich ein sehr schönes Gefühl und lässt mich positiver und motivierter auf diese Welt blicken.

Im besten Fall gibt es durch die eigene Aktion eine positive Kettenreaktion an Nettigkeiten. Vor allem beim Autofahren fällt mir das auf. Überlässt man jemanden den Vorrang, konnte ich schon oft beobachten, dass dieser Autofahrer auch viel aufmerksamer ist und Menschen über die Straße oder ebenfalls jemanden anderen wieder den Vorrang überlässt. Kennt ihr das auch? Ein schöner Anblick – vor allem beim Autofahren, wenn wir oft wirklich ego unterwegs sind.

Also was ich damit sagen möchte, Nettigkeiten und gute Taten machen glücklich, fördern die Verbundenheit und Achtsamkeit, stärken unsere eigene Motivation und machen anderen Menschen eine Freude. Aus meiner Sicht braucht die Welt viel mehr davon.

Eure

Lisa

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