Erste Hilfe gegen akuten Weihnachtsstress
Selbstmanagement & Motivation

Erste Hilfe Tipps bei akutem Weihnachtsstress – So geht’s!

Vorfreude statt Weihnachtsfrust

Die letzte Zeit war es ziemlich ruhig hier. Viel zu ruhig für meinen und vermutlich auch euren Geschmack. Ich würde euch ja gerne erzählen, dass ich wenigstens eine paar genauso ruhige und besinnliche Wochen der Vorweihnachtszeit hinter mir habe. Entspannt bei einem Winterspaziergang, in der Küche beim Kekse backen oder zu mindestens beim duftenden Glühwein am Adventmarkt, aber irgendwie sieht die Realität anders aus. Tatsächlich habe ich bis dato keinen einzigen Spaziergang im Schnee geschafft (ok so viele Gelegenheiten gab es auch noch nicht), dieses Jahr gibt es wohl keine selbstgemachten Kekse (sorry Leute) und den Glühwein kann ich an einer Hand abzählen. Zu mindestens meine Leber wird es mir danken. Die Details zum Geschenke besorgen (obwohl eigentlich wirklich überschaubar) möchte ich euch übrigens ersparen.

Naja und jetzt stehe ich heute da und denke mir: Oh Gott, in 2 Tagen ist schon Weihnachten! Natürlich genauso überraschend wie letztes Jahr. Tut mir leid, ich weiß diese Botschaft war jetzt auch für euch ein Schock.

Aber damit wir uns jetzt alle einmal beruhigen können, Weihnachten ist ja noch nicht vorbei. Daher es noch nicht zu spät, endlich in einen super tiefenentspannten Weihnachtsvorfreude-Modus umzuschalten.

Ihr seid dabei? Dann bitte weiterlesen hier kommen meine Erste Hilfe Tipps gegen den akuten Weihnachtsstress.

Meine Tipps gegen den Weihnachtsstress

Einsicht und Selbstkenntnis

Es heißt ja immer, Einsicht ist der erste Weg zur Besserung und irgendwie trifft das auch auf mich zu. Mittlerweile kenne ich mich gut genug, um zu wissen, wo mein Stresslevel liegt. Nicht unbedingt verbinde ich Stress mit Negativem. Oft sind es gerade die Dinge, die mir eigentlich wirklich Freude bereiten. Warum? Meistens weil ich hohe Ansprüche an mich selbst habe, Termine, Besorgungen und Verabredungen zu eng takte, um auch alles gleichermaßen zu schaffen und mich der Ehrgeiz und der Perfektionismus packt. Wenn dann schon richtig. Daher sitzt das Problem oft genau hier vor diesem Bildschirm. Geht’s euch auch so? Dann gibt es eine positive Nachricht – die Selbsterkenntnis ist gut, denn damit kann man arbeiten.

Dankbarkeitsliste

Oft ist die To-Do Liste vor Weihnachten lange. Aber ich kann empfehlen, zuerst diesen Punkt in Angriff zu nehmen, bevor man sich in die vielen Erledigungen des Tages stürzt. 5 Minuten reichen schon aus, um eine Liste mit 10 Dingen zu erstellen, für die man in diesem Moment dankbar ist und bei mir wirkt das Wunder. Ich merke plötzlich, wie unwichtig manche Dinge sind und für was ich mich wirklich glücklich schätzen kann. Das stimmt mich positiv und plötzlich kann ich mich leichter und zufriedener an meine Aufgaben wagen.

Weniger Multitasking

Ja auch ich reagiere auf stressigen Situationen oft mit Multitasking. Obwohl ich weiß, dass das ein Irrglaube ist. Man ist nicht nur nachweislich langsamer mit allem, sondern auch unkonzentrierter und macht mehr Fehler. Daher versuche ich bei erhöhtem Stresslevel die Dinge bewusst langsamer, kontrollierter und nach einander zu machen. Hier sind wir wieder bei der Selbsterkenntnis. Sobald ich feststelle, dass ich zu hektisch bin, versuche ich bewusst gegenzusteuern. Klappt nicht immer sofort, aber wenn man dazwischen auch ein paarmal in Ruhe durchatmet und sich langsam aber sicher fokussiert, klappt es mit der Entschleunigung. Genieße einfach das Hier und Jetzt und auch die Aufgabe, der du dich gerade widmest.

Musik rettet nicht die Welt, aber vielleicht deine Stimmung

Für die richtige Stimmung brauche ich oft ganz dringend Musik und das gilt auch für Weihnachten. Musik macht vieles leichter und schöner. Auch den nervigen Stau auf der Autobahn, den Weihnachtsputz, die letzten Aufgaben im Job vorm Weihnachtsurlaub. Ich lasse mich jetzt in diesem Moment gerade von meiner Christmas Cocktail Jazz Playlist auf Spotify inspirieren. Ihr kennt bestimmt auch eure Musikgeheimwaffe, die euch die Weihnachtszeit versüßt. Setzt sie ein – jetzt! Am besten dabei wild tanzen – bis dich alle für verrückt halten.

Delegieren, priorisieren und weglassen

Wenn man viel zu tun hat und die Stunden pro Tag nicht ausreichen, bleiben realistisch gesehen 3 Optionen. Aufgaben an eine andere Person oder ein Unternehmen auslagern (das heißt lieber für einen Service bezahlen als selber machen), wichtige Dinge zuerst erledigen und unwichtige Dinge nur teilweise erledigen oder vielleicht überhaupt ganz weglassen. Vor allem in Bezug auf die Weihnachtsvorbereitungen sind diese 3 Optionen doch gar nicht so unwesentlich. Vielleicht kann man Aufgaben auf die Familie aufteilen, muss nicht alles selbst machen und kann einige Dinge getrost oder zu mindestens teilweise weglassen. Vermutlich fällt es ohnehin nur einem selbst auf. Delegieren und streichen lautet das Zauberwort und schon werden die Liste und auch der Stress weniger.

Mache Weihnachten nicht zu dem, was es nicht ist

Weihnachten ist kein Wettbewerb. Es geht nicht darum, die Wohnung oder das Haus in ein Exemplar aus dem Hochglanzkatalog zu verwandeln. Es geht nicht darum, welcher Baum das schönste Instagram Bild abgibt. Es geht nicht um tonnenweise Geschenke unterm Christbaum und nicht um den perfekten Abend. Denn ich vermute bei den wenigsten ist Weihnachten perfekt. Ganz ohne Dramen, ohne Probleme, ohne Fehler – wie langweilig! Weihnachten ist genauso wie das Leben eben spielt, verrückt und bunt und manchmal eben nicht aus dem Ei gepellt. Das aller aller aller wichtigste ist doch, dass man die Zeit gemütlich, im Kerzenschein mit lieben Menschen verbringen kann. Gemütlichkeit und kleine Traditionen sind viel wichtiger als Übereifer und Perfektionismus. Wenn einem das heuer wieder einigermaßen gelingt, ist doch Weihnachten schon gewonnen.

Ich weiß ja nicht wie es euch jetzt so geht, aber ich bin jetzt schon wirklich entspannt. Sollte das alles nicht helfen, dann kann ich nur sagen – Augen zu und durch! Weihnachten kommt wieder – versprochen.

Ein wunderbares und entspanntes Weihnachtsfest mit vielen Glücksmomenten wünsche ich euch.

Eure Lisa

2 Comments

  • Liebe Lisa,
    das sind ganz tolle Tipps, vielen Dank dafür! Ich bin überhaupt kein Multitasking Fan, finde man schafft dabei sogar noch weniger, wie wenn man sich nur auf eine Sache konzentriert. Auch die Dankbarkeitsliste ist eine schöne Idee!
    Ich wünsche dir wundervolle, stressfreie Weihnachten
    Marina <3

    • Liebe Marina,
      vielen Dank für dein Kommentar und schön, wenn dir meine Tipps gefallen. Ich bin auch ein Fan von der Dankbarkeitsliste 🙂
      Ich hoffe du hattest ebenfalls schöne Weihnachten!
      Herzlichst,
      Lisa

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: