Botschaften im Glas
andere glücklich machen

Glück im Glas – mein Projekt Glücksgläser

Heute möchte ich euch von einem kleinen Projekt berichten, welches mich schon länger begleitet. Schon fast so lange wie es meinen Blog Glücksmädl gibt. Vielleicht war es auch einer meiner Urgedanken vor 3 Jahren, der mich zum Thema Glück immer wieder beschäftigt und nie losgelassen hat.

In meinem letzten Artikel habe ich von kleinen Gesten geschrieben, mit denen man anderen eine kleine Freude machen kann. Ganz unerwartet und ohne Absichten. Random Acts of Kindness nennt sich das Ganze (ja dafür gibt es eine eigene Bezeichnung) und mittlerweile steckt eine ganze Bewegung dahinter.

Aber nun zurück zu meinem Projekt. Ich habe mir schon oft überlegt, ob man mit kleinen Überraschungen und Nachrichten Menschen glücklich machen kann. Ich persönlich liebe ja kleine versteckte Botschaften. Schon früher hatten Schnitzeljagden und die Flaschenpost seinen Reiz für mich und es war so verdammt spannend etwas zu finden. Am besten eine geheime Botschaft oder ein Rätsel. Es musste nicht viel oder groß sein, es ging um die Geste, die Spannung und die Neugier. Das hat sich bis heute nicht geändert und ich glaube, dass ich nicht die Einzige bin, die noch dieses Jäger- und Sammler-Gen in sich trägt ;-). Nicht umsonst gibt es wohl Geocaching, verstecken wir Ostereier oder Geschenke unterm Christbaum.

Projekt Glücksglas

Aus diesem Grund verstecke ich schon seit längerem meine Glücksgläser. Mittlerweile schon an den unterschiedlichsten Orten. In Einmachgläsern hinterlasse ich kleine Botschaften, kleine Kärtchen mit meinen Lieblingssprüchen und manchmal kleine Gegenstände. Meine Nachrichten sollen oft zum Nachdenken anregen, ich stelle kleine Aufgaben und Fragen wie: „Wie würde dein perfekter Tag aussehen?“, „Wann warst du zuletzt richtig mutig?“ oder hinterlasse ein paar Münzen für eine schöne Tasse Kaffee.

Oft frage ich mich, ob das Glücksglas jemand gefunden und geöffnet hat und ob ich einen kleinen Glücksmoment schaffen konnte. Selten bekomme ich Antworten, aber ab und an sind die Finder auch neugierig und googlen den einzigen Anhaltspunkt – Glücksmädl – und schicken eine Nachricht. Das ist zwar total schön für mich, aber darum geht es primär gar nicht. Es handelt sich um den Versuch, in Form von meinen Glücksgläsern ein paar Glücksmomente zu streuen. Meist an Orten, an denen Menschen spazieren gehen, über das Leben nachdenken und in der Sonne auf einer Bank sitzen. Denn dort haben sie vielleicht Zeit und Lust auf ein bisschen Glück.

Kleine Glücksrevolution

Ich denke, vor allem in dieser Zeit tut uns so eine kleine Glücksrevolution ganz gut. Viele haben Angst, sehen in allem und jedem das Schlimmste und vertrauen niemandem. Ich glaube, manche trauen sich auch nicht, das Glas zu öffnen. Es könnte ja für jemanden anderen bestimmt sein (warum denn gerade für mich?) oder eine Bombe enthalten. Manche laufen aber bestimmt auch daran vorbei. Zu starr ist ihr Tunnelblick und die Zeit lässt Blicke nach links und rechts nicht zu.

Keinen der Gründe nehme ich irgendjemanden übel. Ich kann alle nachvollziehen und verstehen – die heutige Zeit macht uns oft Angst, lässt uns keine Zeit oder wir glauben einfach zu wenig an uns selbst. Auch ich habe darüber nachgedacht, ob dieses Projekt denn so eine gute Idee ist. Allerdings habe ich meine Zweifel schnell über Bord geworfen und das Gefühl, dass es die Finder da draußen gibt. Jene, die ein bisschen mutig sind, von Neugier getrieben, die das Positive im Leben sehen und sich auf kleine Überraschungen und Abenteuer einlassen. Ja eigentlich weiß ich, dass diese Eigenschaften in uns allen stecken. Hinter der geschürten Angst, den Zweifeln und der Mutlosigkeit. Daher wünsche ich mir, dass die Glücksgläser zu Menschen finden, die vielleicht einen kleinen Anstoß und einen Glücksmoment brauchen können und sehen, dass das Leben viele Überraschungen bereit hält.

Eure

Lisa

Kommentar verfassen