kleine Gewohnheiten
Selbstmanagement & Motivation

Micro Habits – kleine Gewohnheiten und wie du sie für dich nutzen kannst

Gewohnheitssache

Bewusst oder unbewusst. Wir alle haben sie – unsere Gewohnheiten. Manchmal schleichen sie sich still und heimlich in unser Leben, oft versuchen wir sie ganz bewusst zu ändern und dann vermissen wir sie, sobald wir sie nicht mehr haben.

Das kann zum Beispiel die Morgenroutine sein, die uns effizient und routiniert in den Tag starten lässt. Oder der Weg zur Arbeit, der förmlich im Autopiloten bestritten wird. Und jeder kenn’s, wenn man plötzlich einer neuen Situation ausgeliefert ist. Ein neuer Job, ein Ort, an dem man noch nie war, ein neues Kochrezept, ein neuer Lebensstil. Jeder Schritt, jede neue Aufgabe ist ungewohnt, anstrengend und kostet mehr Energie als sonst. Doch dann geht es plötzlich schnell und nach Stunden, Tagen, Wochen und Monaten hat man sich schon wieder an das „Neue“ gewöhnt. Wir sind schließlich Gewohnheitstiere.

Gewohnheiten haben also viel mit Routine zu tun. Man tut Dinge öfter und immer wieder bis sich schließlich jeder Schritt einprägt und man nicht mehr ständig nachdenken oder alles neu bewerten muss. Um genau zu sein, lieben wir Gewohnheiten, denn dadurch sparen wir (und unser Gehirn) wahnsinnig viel Energie und manchmal auch Zeit.

Warum Gewohnheiten positiv sind

Viele Dinge in unserem Leben machen wir einfach, weil wir sie schon immer so gemacht haben. Weil es andere machen oder weil man sich an etwas „gewöhnt“ hat. Oft stempeln wir Gewohnheiten auch aus diesem Grund als negativ ab. Neben der Visualisierung unserer Träume und Visionen durch ein Visionboard, wie in meinem letzten Beitrag – haben aber auch Gewohnheiten eine unglaublich große Auswirkung auf unsere Vorhaben, Ziele und deren Erfolg. Und vor allem noch einen ganz anderen Vorteil als Energie zu sparen.

Speziell die kleinen Gewohnheiten, die uns gar nicht auffallen und denen wir kaum Beachtung schenken. Gerade diese, kann man so positiv für sich nutzen (sofern man sie richtig einsetzt). Es handelt sich dabei um die sogenannten Micro Habits. Anders als unsere Ziele, die manchmal zu weit weg und unrealistisch sind, sind diese kleinen Gewohnheiten greifbar. Irgendwann haben wir schließlich (oft vielleicht ganz nebenbei), angefangen Dinge zu tun oder nicht zu tun. Und haben sie immer wieder getan. Und schwupps – plötzlich wurde daraus Gewohnheit, ohne darüber nachzudenken. Ohne viel Aufwand und Widerstand. Und so führen gerade die Gewohnheiten zu Veränderungen. Irgendwie erstaunlich oder?

Micro Habits – kleine Gewohnheiten mit großer Wirkung

Und genau diese kleinen Micro Habits mache ich mir gerade zu Nutzen. Förmlich juble ich sie meinem Alltag unter, ohne, dass dadurch große Änderungen oder Mehraufwand entstehen. Sie fallen meistens kaum auf oder ins Gewicht. Ja die Gewohnheiten sind so klein, dass ich sie fast ungezwungen und nebenbei in die bestehende Situation oder in den Alltag integrieren kann dafür aber regelmäßig, am besten täglich. Ohne alles über den Haufen werfen zu müssen. Also Micro Habits sind klein, richtig klein, aber oho!

Die wichtigste Prämisse dabei ist – ehrlich zu sich selbst sein. Nur weil ich meine Ziele und Vorsätze jetzt Micro Habits nenne, sind sie noch lange keine. Ein Berg wird schließlich auch dann nicht zum Stein, wenn ich Stein zu ihm sage. Ist natürlich möglich, aber könnte am Ende doch etwas frustrierend sein. Ich will es nur gesagt haben. Es wird trotzdem eine Zeit dauern, bis ich den Berg bezwinge. Stunden, vielleicht Tage und Wochen. Das ändert sich leider nicht am Namen des Vorhabens. Genauso ist es auch mit den großen Zielen. Es wird dauern bis ich durch viele kleine Schritte dort ankomme, aber die Micro Habits können uns dadurch ganz positiv unterstützen. Jeder Micro Habit kann als Schritt auf meinem Fußmarsch auf den Berg gesehen werden. Desto öfter ich einen Fuß vor den anderen setze, desto näher komme ich meinem Ziel.

Meine 3 persönlichen Micro Habits

Ich habe 3 konkrete Micro Habits, die ich gerade in meinen Alltag integriere.

Tägliche Achtsamkeitsübung

Zu mindestens 5 Minuten pro Tag möchte ich ganz achtsam sein und das Hier und Jetzt spüren. Dabei spreche ich noch gar nicht von Meditation. Das ist das große Ziel, irgendwann täglich zu meditieren, aber vorerst reicht mir auch die ganz kleine Variante. Egal ob im Auto, unter der Dusche oder im Schneidersitz mit geschlossenen Augen. Hauptsache ich bin ein paar Minuten pro Tag einfach ganz bei mir.

Ich habe Zeit und ich muss nicht – Mantra

Ein weiterer Micro Habit ist die Bemühung „Ich habe keine Zeit und ich muss“ aus meinem Wortschatz zu streichen. Vor allem wenn ich darauf achte, fällt mir auf, dass ich das sehr häufig sage. Irgendwie echt gruselig und Worte die wir schließlich immer und immer wiederholen, glauben wir oft irgendwann. Ich versuche mir daher bewusst öfter zu sagen oder zu denken:“Ich habe Zeit dafür, wenn ich will.“, oder „ich darf“ bzw. „ich muss nicht“. Es ist so eine kleine Sache mit so großer Wirkung.

Glückstagebuch

Tägliche Notizen vor dem Schlafengehen über die positiven Dinge des Tages. Ein kleines Glücksmomentetagebuch sozusagen. Es hilft mir meine Erinnerung an die positiven Dinge des Tages zu richten und mit einem guten Gefühl einzuschlafen.

Auch in anderen Lebensbereichen nutze ich die kleinen Micro Habits. Zum Beispiel beim Thema Nachhaltigkeit, wo ich bewusst und Schritt für Schritt versuche, weniger Plastik zu verwenden und hier mit vielen kleinen Änderungen meiner Gewohnheiten versuche umweltfreundlicher einzukaufen und zu leben.

Bei allen genannten Micro Habits versuche ich täglich dranzubleiben, aber gerade am Anfang kann es schon mal passieren, dass man darauf vergisst. Weil es eben noch nicht Gewohnheit ist. Eine Erinnerung, ein Post-It, ein Eintrag im Kalender kann dabei helfen. Und sollte ich doch mal ganz vergessen, dann geht die Welt nicht unter. Dann wird das Ritual bzw. der Micro Habit am nächsten Tag wieder aufgenommen, vielleicht sogar vom letzten Tag nachgeholt. Alle 3 Micro Habits sollen mir dabei helfen, entspannter und glücklicher in den Tag zu starten und gelassen und freudig in die Zukunft zu blicken. Aktuell gelingt das schon ganz gut.

Viel Erfolg und viel Inspiration wünsche ich euch mit diesem Ansatz.

Eure

Lisa


2 Comments

    • Liebe Sissy, vielen lieben Dank für deinen lieben Kommentar! Freu mich auf ein baldiges Wiedersehen 🙂 Liebe Grüße Lisa

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