Meine Glücksmomente

Nachhaltig Glücklichsein? Warum wir Plastik vermeiden sollten

Warum wir Plastik vermeiden sollten – erschreckende Zahlen

Keine Frage, Plastik ist ein entscheidender Wirtschaftsfaktor und auch unserem Leben nicht mehr wegzudenken. 200 x 4 Millarden Euro Umsatz pro Jahr erwirtschaftet die Kunststoffindustrie.

Allerdings sind die Fakten schwarz auf weiß doch ziemlich erschreckend. Jeder EU-Bürger braucht im Durchschnitt ca. 200 Plastiktüten  alias „Plastiksackerl“ im Jahr (davon sind 90% Einwegtüten).

Jährlich werden über 200 Millionen Tonnen Plastik hergestellt.

Im Vergleich dreht eine einzelne Plastiktüte ca. 20 Jahre ihre Runden in den Weltmeeren und Ozeanen (dort wird der meiste Kunststoffe entsorgt) bis diese zerfällt bzw. braucht eine Petflasche mindestens 200×2 Jahre wenn nicht länger bis sich diese zersetzt. Allerdings löst sich das Plastik auch nach so vielen Jahren nie komplett auf. Was dies für die Zukunft unseres Planeten bedeutet, will man sich vermutlich nicht ausmalen, ist vielen wohl nicht bewusst oder manchen vielleicht auch einfach egal.

Alleine die Welt retten?

Oft hemmt die Frustration einen und man denkt:“Ich alleine gegen den Rest der Welt kann ohnehin nichts bewegen.“ Wir verschließen lieber die Augen und sehen einfach nicht hin. Nach dem Motto: „Aus den Augen, aus dem Sinn.“ Eines müssen wir uns eingestehen, dies ist der leichtere und bequemere Weg für uns. Schließlich haben wir mit genug Problemen jeden Tag zu kämpfen und sind so schon gut mit der Gestaltung unserer Zukunft beschäftigt.

Und doch glaube ich an die Superhelden da draußen, denn wir müssen ein Zeichen setzen und zwar jetzt! Plastikvermeidung steht dabei weit oben auf der Liste.

Maßnahmen zur Plastikvermeidung

Wie viel und welche Schritte man setzt, entscheidet natürlich jeder für sich und ist mit Sicherheit an die Lebensumstände gebunden sowie land-  und ortsabhängig. Ich persönlich gliedere meine Maßnahmen für mehr Nachhaltigkeit in 3 große Rubriken:

Mülltrennung und Recycling

Obwohl ich schon von Kindheit an  Müll trenne, bin ich mir doch nicht immer so sicher wie die Trennung genau zu erfolgen hat, warum diese von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich ist und ob dies wirklich sinnvoll ist. Wer kenn sie nicht diese Zweifel und die Aussage „Am Ende landet eh alles wieder zusammen.“ Hier habe ich einen ganz interessanten Artikel auf derstandard.at gefunden, warum und wie das Trennen und Recycling in Österreich durchaus sinnvoll ist. Auch lässt sich über die Eingabe der Postleitzahl leicht feststellen, wie die Vorschriften im jeweiligen Ort bzw. der Gemeinde in Österreich zu beachten sind. Für Deutschland herrschen allerdings andere Richtlinien für die Mülltrennung.

Plastikfasten und Müllvermeidung

Mittlerweile bin ich schon auf einige Blogs gestoßen, die sich den Themen Plastikvermeidung und Leben ohne Plastik widmen. Schaut doch mal bei Plastikfreiheit vorbei, hier kann man sich Inspiration suchen und wertvolle Tipps abschauen :-).

Auch ich versuche mich derzeit daran, auf unnötiges Verpackungsmaterial zu verzichten und habe bereits festgestellt, dass dies oft gar nicht so einfach und bei einigen Dingen unmöglich ist. Wo es mir jedoch leicht fällt ist der Bereich Obst & Gemüse. Gerade in Salzburg gibt es einige tolle Wochenmärkte, Bioläden und auch kleine Gemüsestände wo man fast komplett verpackungsfrei (bewaffnet mit Tragetasche und Einkaufskorb) einkaufen kann.

Neben frischem Obst und Gemüse gibt es meist auch Brot, Fisch, Eier und Joghurt in Gläsern aus der Region. Auch begegnet man dort auch noch sehr liebenswerten Menschen, die sich um ihre Stammkunden bemühen. Nähere Infos zum Standort und Verkauf der Produkte von Paula’s Hofladen findet ihr auf der Homepage.

Generell entwickelt man plötzlich ein höheres Bewusstsein gegenüber Nachhaltigkeit und dem Konsum. Brauche ich das wirklich, unbedingt und aus tiefster Überzeugung? Die Frage stelle ich mir zurzeit beim Einkaufen von Lebensmitteln, aber auch in anderen Bereichen oft und es passiert mir nicht selten, dass ich im letzten Moment etwas auf Grund der übertriebenen Verpackung zurücklege oder weil ich es in Wahrheit einfach nicht benötige. Ja, ich bin eine der Unentschlossenen, die Dinge vor der Kassa dann doch wieder weglegt 😉

Verkaufen, Verschenken, Weitergeben und Aufwerten

Flohmarkt-Apps boomen, gebrauchte Gegenstände zu verschenken ist kein Tabu mehr und DIY und Upcycling ist in aller Munde. Letzteres ist vermutlich einer der vielen Gründe, die uns hier auf WordPress & Co verbinden und mit welchen Absichten auch immer Blogger gerne basteln, stricken, Dinge selber machen – der Kreis schließt sich doch irgendwie und ich habe das Gefühl, dass bereits ein Umdenken stattgefunden hat. Es gibt fast immer jemanden der ungenutzte Dinge vielleicht noch brauchen kann (auch ich hab schon in Flohmarkt-Apps verkauft und gekauft) oder tolle Ideen hat, wie man Dinge wiederverwerten kann.

Sagt dem unnötigen Plastik den Kampf an, hört nicht auf, euch Inspiration zu suchen und eure Ideen zu teilen, vielleicht können wir ja doch noch die Welt retten.

Eure Lisa

 

Links und Quellen:

Stand: 12.03.2016; http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/plastiktueten-eu-setzt-grenzen-um-plastik-muell-zu-vermeiden-a-1031096.html

Stand: 12.03.2016; http://www.plastic-planet.de/hintergrund_wirtschaftsfaktor.html

Stand: 12.03.2016; http://www.zeit.de/2015/26/plastikmuell-nordsee-recycling-umweltschutz/seite-2

Stand: 12.03.2016 https://www.global2000.at/%E2%80%9E-sackerl-dazu%E2%80%9C

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