perfekt unperfekt
Mein Weg zum Glück

Perfekt unperfekt – das Ich mein größter Kritiker

Perfekt unperfekt

Kennt ihr das? Ihr steht morgens früh auf, tappt noch halb benommen ins Bad und steht dann da vor dem Spiegel. Ein Gesicht starrt euch an, ein Gesicht, dass euch so bekannt vorkommt und doch irgendwie ganz fremd ist. Dunkle Augenringe zieren die grünen Augen und die Haut wirkt blass. Ist das ein Pickel und warum machen heute die Haare was sie wollen? Wenn es nur die Optik wäre. Irgendwie fühlt man sich mies und die Laune ist schlecht – scheinbar mit dem falschen Fuß aufgestanden. Wo sind die positiven Gedanken? Wo sind die guten Vorsätze? Wo sind die positive Energie und die Motivation?

Alle haben sich scheinbar gegen einen verbündet und gemeinsam verstecken sie sich in der rechten Ecke ganz hinten im Zimmer unterm Bett. Egal wie laut man auch ruft und an ihnen zerrt, sie wollen einfach nicht aufstehen. Sie bleiben dort liegen und lassen einen gemeinsam mit der schlechten Laune im Regen stehen. Genervt macht man sich schließlich (ohne guter Laune und Motivation) auf den Weg zur Arbeit und strotzt nur so von Energie – nicht. Auch die unschuldigen Mitmenschen bekommen dabei manchmal was von der negativen Stimmung ab und eigentlich kann es einem in diesem Moment keiner recht machen. Gestresst, gehetzt und von der eigenen Unruhe getrieben, fliegt man durch den Tag und irgendwie helfen keine Meditationsansätze, keine Atemübungen oder positive Sprüche.

Nein, man will einfach nur schlechte Laune haben. Später am Abend ärgert man sich am meisten über sich selbst. Warum hat man sich selbst den Tag so schwergemacht? Warum war es so schwierig ein paar nette Worte mit den Lieblingsmenschen zu tauschen? Warum hat man sich so viel Stress gemacht? Warum ist man nicht mit der Arbeit fertig geworden oder mit den vielen anderen Dingen auf der To-Do-List? Warum mussten es gleich 3 Schokoriegel sein, anstatt motiviert noch eine Runde laufen zu gehen? Und warum kreisen eigentlich so viele Zweifel, Ängste und Fragen im Kopf herum?

Du musst nicht perfekt sein – lieber echt

Und da steht es – das Ich, mein größter Kritiker. Das auf mich mit dem Finger zeigt, mir kritische Blicke zu wirft und dann sagt: „Du bekommst echt Nichts auf die Reihe. Kannst du eigentlich mal was richtigmachen? Das kann doch nicht so schwer sein.“ Danke, jetzt fühle ich mich gleich viel besser. Da kann man nur bald ins Bett gehen und hoffen, dass morgen alles wieder gut ist. Das Ich sich wieder beruhigt hat und wieder kooperativer ist.

Nein, es ist nicht immer alles Heppi-Peppi und Friede, Freude, Eierkuchen. Es gibt (auch im Leben eines Glückmädls) Momente der Verzweiflung, Momente der Trauer, Momente der Wut und der Scham. Wir alle machen Fehler, finden nicht immer sofort den richtigen Weg im Leben und in manchen Situationen können wir uns einfach selbst nicht leiden. Wären gerne schöner und intelligenter, besser, organisierter, sportlicher und lustiger oder einfach anders. Nur nicht man selbst. Wir alle haben sie, diese Momente und wisst ihr was? Ich finde das absolut in Ordnung. Meiner Meinung nach darf man auch schlechte Tage haben. Man muss nicht perfekt sein. Man darf Fehler machen. Sie sind dazu da, sich zu entwickeln und daraus zu lernen, solange man seinen Mitmenschen und die Umwelt dabei einen angemessenen Respekt zollt. Wir haben nicht immer Recht und wir dürfen unsere Meinung auch ändern. Viele Dinge sind nicht einfach nur schwarz oder weiß. Es gibt Tage, die mehr Fragen als Antworten aufwerfen und an denen wir unserer selbst festgesteckten Ziele nicht erreichen. Wir vielleicht wieder von vorne starten müssen. Wir sind alle nicht perfekt. Jeder hat seine Macken, Ecken und Kanten und muss ständig an sich arbeiten.

Sei nicht so streng mit dir selbst

Wie wär’s damit, dass wir manchmal einfach nicht so streng mit uns selbst sind? Dass wir manchmal ein bisschen mehr Verständnis und Geduld mit uns haben? Wir nicht immer alles was wir tun so kritisch sehen? Denn wie können wir denn Verständnis und Geduld mit anderen haben, wenn wir es selbst nicht schaffen? Wie können wir Gutes tun, wenn wir uns selbst daran hindern und nicht gut zu uns selbst sind?

Ja es gibt sie die guten und die schlechten Tage und wir sollten das Beste aus ihnen machen und das Leben so nehmen wie es kommt. Perfektion gibt es nicht – für niemanden. Schenke dir lieber ein Lächeln, akzeptiere, dass beides zum Leben gehört und nehme dich selbst nicht so ernst. Sei eben perfekt unperfekt.

Eure

Lisa

 

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