Wer bin ich
Mein Weg zum Glück

Wer bin ich? Was die Frage nach dem Sinn mit Glück zu tun hat

Die Suche nach dem Sinn

„Nach dem Sinn des Lebens zu fragen, gehört zum Menschen dazu.“ hat Viktor Frankl gesagt und ich finde er hat Recht. So gut wie jeder hat sich diese Frage in seinem Leben schon einmal bewusst oder unbewusst gestellt.

Vor allem wenn es mal gefühlt nicht so flutscht, man den Sinn in seinem Tun nicht erkennen kann, wenn uns die Realität des Lebens auf den Boden der Tatsachen holt oder uns unerwartete Richtungswendungen oder Schicksalsschläge aus dem Leben reißen. Speziell dann stellen wir uns diese Frage. Dann beginnt sich das Gedankenkarussell zu drehen und die Gedanken wirbeln nur so durcheinander bis uns schwindelig wird und sich eine Art Ohnmacht einstellt. So viele Möglichkeiten, so wenig Zeit, so viele Vergleiche mit Menschen, die etwas besser oder schneller machen als wir.

Was ist der Sinn des Lebens und was ist meine Erfüllung oder Berufung? Gibt es diese überhaupt? Warum wurde ich genau in dieses Leben geboren und was ist meine Aufgabe auf dieser Welt?

STOPP. Aufhören. Sagt unser inneres Ich. Einmal kurz durchatmen. Wer bin ich denn überhaupt und warum bin ich hier?

Auch ich habe mir diese Frage wieder einmal bewusst gestellt. Aus meiner Sicht ist die Frage des Sinns eine sehr zentrale Frage auf der Suche nach dem Glück. Denn haben wir nicht das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun, fällt es uns schwer, glücklich zu sein. Wobei sich der Sinn in sehr unterschiedlichen Erscheinungen zeigen kann. So wie das Glück, findet jeder seinen Sinn woanders. Um also mehr über diese Sinnfrage zu erfahren, gibt es wohl keinen besseren Ort als das Sinnzentrum in Salzburg. Denn wo stellt man sich wohl mehr diese Frage also dort?

Mein Tagesseminar mit Christoph Schlick hat mich unglaublich inspiriert und ich habe 2 wesentliche Fragen für mich auf der Suche nach mir selbst mitgenommen:

  • Was sind meine innersten Sehnsüchte und Träume?
  • Wer bin ich?

2 sehr simple Fragen und doch schwer zu beantworten. Eine wirklich ehrliche und echte Antwort ist auf Anhieb gar nicht so einfach. Ich glaube, dafür muss man dann doch ein bisschen tiefer gehen.

Was sind meine inneren Sehnsüchte und Träume?

Wir alle haben sie. Die tiefen Träume und Sehnsüchte in uns. Doch oft sind sie uns ein bisschen verloren gegangen. Sind tief verborgen im Inneren. Vergraben unter den Träumen und Erwartungen anderer oder unten den strengen Erwartungen an uns selbst. Materielle Wünsche sind vielleicht auch Träume, aber bestimmt nicht unsere wahren Sehnsüchte. Diese sind viel ursprünglicher, viel ehrlicher und oft nicht so leicht zu fassen. Ich bin mir aber sicher, es lohnt sich, wieder danach zu suchen und diese aus unserem Inneren herauszukitzeln. Dabei kommt mir das Buch The Big 5 for Live von John Strelecky in den Sinn. Wenn wir später zurück auf unser Leben schauen, was soll schlussendlich in unserer Galerie des Lebens ausgestellt sein? Welche Bilder sollen dort hängen? Welche Momente sollen dort festgehalten sein und welche Bereiche bekommen sogar eigene Ausstellungsräume in der Galerie des Lebens? Schön wäre es, wenn es überwiegend Dinge sind, die uns wirklich erfreut und glücklich gemacht haben.

Ruhepausen, Spaziergänge in der Natur, bewusste Stille und Meditation können helfen, unseren inneren Wünschen wieder eine Spur näher zu kommen.

Wer bin ich?

Eine wichtige Lektion habe ich in meinem Seminar bei Christoph Schlick sofort gelernt. Nach der Frage des Seins definieren wir uns oft und gerne über das was wir haben. Wenn mich jemand fragt wer ich bin, erhält er vermutlich folgende Antwort. Ich bin zwar 26 Jahre, aber eigentlich habe ich 26 Jahre Erfahrungen, Erlebnisse und Momente des Lebens gesammelt. Ich habe studiert, einen Job, eine schöne Wohnung, Hobbies wie zum Beispiel meinen Blog, gute Freunde, eine liebende Familie und einen tollen Mann an meiner Seite. Schön, dass ich diese Dinge alle HABE, aber wass sagt das nun darüber aus, wer ich wirklich BIN? Nicht unbedingt viel, da hat er Recht.

Also wer bin ich denn nun? Um dies herauszufinden, ist eine Bestandsaufnahme unseres Innern notwendig und folgende Fragen können uns dabei helfen:

  • Was macht mich aus?
  • Wie ist meine Haltung zum Leben?
  • Welche Werte habe ich?
  • Was erlebe ich gern?
  • Was ist mir wichtig im Leben?

Sich diese 2 Fragen zu beantworten, ist ein erster Schritt. Wissen wir erstmal wer wir sind und wonach wir streben, kommen wir unserer Sinnfrage schon etwas näher. Die Seminare im Sinnzentrum drehen sich alle um dieselben Schwerpunkte und kann ich euch sehr empfehlen. Schöne Inspiration in toller Atmosphäre und ein sehr entspannter Ablauf. Das Buch Was meinem Leben echten Sinn gibt von Christoph Schlick, dem Gründer des Sinnzentrums, kann ich euch ebenfalls sehr empfehlen.

 Ich wünsche euch ganz viele schöne Momente und ganz viel Sinn in eurem Leben.

Eure

Lisa

Quelle:

Christoph Schlick: „Was meinem Leben echten Sinn gibt“, Scorpio, 2017

John Strelecky: „The Big Five for Life: Was wirklich zählt im Leben“, dtv, 2009

2 Comments

  • Liebe Lisa!

    Wieder ein sehr schöner und tiefgründiger Artikel!

    Ja, unsere Gesellschaft ist zu sehr auf das Haben fixiert und zerstört dabei oft auch ganz unbemerkt auch mehr Umwelt als notwendig. Neuestes Handy – klar! Kreuzfahrten? Wenn ich es mir leisten kann, klar! Immer mehr verdienen wollen und noch größere Wohnung und dickere Autos. Aber das ist es eben nicht, was am Ende glücklich macht. Wie du auch schreibst: das HABEN alleine macht es nicht aus.

    Ich habe vor einiger Zeit auch ein sehr gutes Buch darüber gelesen (Titel fällt mir im Moment nicht ein), wo der Autor sehr viele ältere Menschen befragt hat, was sie im Leben glücklich gemacht hat und was sie anders machen würden.

    Nur zwei Sätze ganz spontan, die bei mir hängen geblieben sind:
    – keiner der Befragten hat angegeben, dass er mehr hätte arbeiten sollen
    – ein Porsche kommt dich am Totenbett nicht besuchen

    Danke für den Artikel!

    Have fun
    Horst

    • Lieber Horst,
      danke für dein Kommentar und deine Sichtweise zu dem Thema. Ich glaube du meinst das Buch „Was ältere Menschen am meisten bereuen?“ – möglicherweise gibt es aber schon ein paar dieser Art. Am Ende unserer Laufzeit sind es schlussendlich aber nicht die viele Arbeit, das Geld oder wie du richtig schreibst der Porsche in der Garage der uns glücklich macht, sondern die Momente. Es kann natürlich ganz besondere Momente mit dem Porsche geben, die vielleicht ganz besonders in Erinnerung bleiben und glücklich machen 😉 aber prinzipiell bin ich ganz bei dir.
      Umso wichtiger ist es, für sich den Sinn zu finden und dann ein erfülltes Leben zu führen. Der Weg dorthin ist das Ziel 🙂

      Ich wünsche dir ganz viele schöne und erfüllte Momente am Berg und bei deinen Wanderungen.

      Liebe Grüße

      Lisa

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